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  • Im Herbst 1987 kam es in der Stadtmission zum ersten Treffen zwischen Mosambikanern, Vietnamesen und Deutschen. Daraus entwickelten sich die regelmäßigen Zusammenkünfte, die vorerst unter dem Motto "Fremde im fremden Land" stattfanden und später den Namen "Cabana" (runde Hütte bedeutet in diesem Fall Geborgenheit) hatte. Diese Form von Ausländerarbeit gab es in der Umbruchszeit in vielen Kirchgemeinden in der ehemaligen DDR.
  • 1989 gründete sich unter der Leitung von Pfarrer H. Hartmann der "Arbeitskreis für Ausländerfragen". Die Arbeitsgruppe "Ausländerrecht" regte in einem Schreiben an den Rat des Bezirkes Erfurt die Bildung eines Runden Tisches zu Ausländerfragen an. Am 12.03.1990 konstituierte sich im Johannes-Lang-Haus der "Runde Tisch zu Ausländerfragen". Eine der Hauptforderungen des Runden Tisches war es, die Stelle eines Ausländerbeauftragten einzurichten. Vom Stadtparlament wurde das auch wohlwollend geprüft. Am 09.06.1990 wurde das Büro der Ausländer- beauftragten der Stadt Erfurt eingerichtet.
  • Im Wiedervereinigungsprozess beider Teile Deutschlands waren die Ausländer, die in der DDR gelebt und gearbeitet hatten von Betrieben entlassen worden. Im Jahre 1991 trat das neue Ausländergesetz in Deutschland in Kraft. Die Umwandlung der Aufenthaltsgenehmigung für die ehemaligen Vertragsarbeitnehmer stellte eine Verunsicherung für diese dar. Die jahrelang rechtslose Situation dieser Personengruppe und die wachsende Ausländerfeindlichkeit stellten eine neue Herausforderung für die Gesellschaft und damit auch für die Ausländersozialarbeit dar.
  • Im September 1991 wurde die Stelle der Ausländerbeauftragten des Evangelischen Kirchenkreises Erfurt eingerichtet. Hier werden ausländische MitbürgerInnen und Flüchtlinge, die mit unterschiedlichsten Problemen kommen, beraten und begleitet.
  • Der immer wachsende Bedarf an Beratung, die ständige Änderung der für Ausländer relevanten Gesetze erfordern immer mehr Professionalität von der Ausländersozialarbeit, obwohl diese Arbeit von den Kommunen bis jetzt noch nicht als ihre Pflichtaufgabe, sondern nur als freiwillige Aufgabe angesehen wird.
  • Auch in Zukunft versteht sich unser Team als offenes Büro und damit Ansprechpartner für alle Belange und Problemsituationen von MigrantInnen in der Stadt Erfurt. Die Angebote des Büros für ausländische MitbürgerInnen geht über die Beratung und Begleitung hinaus. Wir unterstützen ausländische Vereine und Selbsthilfegruppen, bieten Möglichkeiten für ehrenamtliche Tätigkeiten und begleiten Praktika fachlich und führen Sprach- und integrationsfördernde Kurse durch.
 
© 2017 Büro für ausländische MitbürgerInnen im Evangelischen Kirchenkreis Erfurt
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